DettenRockt 2018

Von Frederike Oberheim

„Gegen Rassismus. Gegen Diskriminierung.“ Das ist der Leitsatz des alljährlichen DettenRockt. Und genau deswegen strömten am Samstag, dem 08. September die Besucher zahlreich auf das Gelände am alten Klärwerk. Insgesamt elf Bands rockten die große Bühne des Festivals und so wurde gemeinsam den ganzen Tag lang zur Musik getanzt und gefeiert.

Am frühen Mittag wurde das Festival von der polnischen Band „MOAFT“ eröffnet. Auf der Bühne blieb es mit den vielen Bands den ganzen Tag abwechslungsreich. Von Punk bis Metal gab es hier alles zu hören. Wichtig war nur: Laut musste es sein! Doch auch ansonsten erwartete die circa 3.000 Besucher ein breitgefächertes Programm. Neben den Essbuden und Merch-Shops gab es viele verschiedene Stände von Menschenrechtsorganisationen, an denen man sich über Themen wie Seenotrettung informieren konnte. Auch das Wetter spielte mit und so wurde natürlich auch auf der Wiese vor dem Festival-Gelände unter blauem Himmel ausgelassen gefeiert.

Grade nach den Ausschreitungen in Chemnitz und #wirsindmehr war in diesem Jahr die politische Message des Festivals wieder sehr in den Vordergrund gerutscht. Dem buntgemischten Publikum war es wichtig, ein Zeichen zu setzen – gegen Fremdenhass und Hetze und für mehr Toleranz und Offenheit. „Grade im Moment ist es wichtig, dass es Veranstaltungen gibt, die sich klar dazu positionieren“, findet auch Simon, der Sänger von „Lygo“, dem Headliner des Festivals. Bei DettenRockt geht es eben nicht nur um tolles Festival, sondern auch darum gemeinsam Flagge zu zeigen: „Kein Mensch ist illegal.“

Bereits zum 14. Mal fand das Festival statt. Für viele der Besucher und Bands ist es jedes Jahr eine große Familienfeier. Man trifft alte Bekannte wieder und findet neue Freunde. Vereint werden alle durch den Spaß an der Musik. So auch Danos. Die Emsdettener Black Metal Band spielte zum ersten Mal auf der Bühne, waren aber selbst jahrelang Besucher. „Wir sind mit DettenRockt quasi groß geworden.“, sagt Julian, der Schlagzeuger der Band. Auch „No Gods No Masters“, die in diesem Jahr die Partnerstadt Hengelo auf der Bühne repräsentierten, waren begeistert vom Charme des Festivals. Karol, der Sänger der Gruppe: „It’s good to be here! The people here in Germany are very into the music. The festival is just very friendly and neat!“ („Es ist toll hier zu sein! Die Menschen in Deutschland feiern die Musik einfach sehr! Das Festival ist einfach super freundschaftlich und klasse!“)

Der Tag endete mit einem großen Feuerwerk. Ein toller Tag für Publikum und Bands. Voller Musik und Ausgelassenheit. Voller guter Laune und Lebensfreude. Voller Toleranz und Offenheit. „Für uns war dieses Festival ein Highlight zum Abschluss des Festival-Sommers!“, meint Simon von „Lygo“. Und für die DettenRockt-Bande und ihre zahlreichen Helfer stand wieder einmal fest – das war ein voller Erfolg! Also, auf Wiedersehen, DettenRockt! Bis zum nächsten Jahr!

O-Töne:

„Sehr besonnen!“ – Stella, 20

„Dieses Festival ist was besonderes! Ich habe hier meine große Liebe kennengelernt! Es ist einfach ganz wundervoll!“ – Adele, 24

„Es gefällt mir sehr gut! Ich habe selten ein so multikulturelles Festival erlebt, wo alle einfach so gut miteinander klarkommen!“ – Albert, 27

„Gutes Festival! Gute Musik! Gute Laune!“ – Lars, 27

„Riesen Event für Toleranz und gegen Rassismus! Das setzt einfach ein ganz tolles Zeichen!“ – Sarah, 20

„Ich gehe schon seit ein paar Jahren auf dieses Festival. Die Leute sind immer toll, man findet neue Freunde und hat viel Spaß. Die Bands bringen die Message von Anti-Diskriminierung und Anti-Rassismus toll auf die Bühne. Diese Veranstaltung gibt mir die Sicherheit in guter Gesellschaft zu sein!“ – Sven, 20

Kommentar

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