DettenRockt

Ein Festival unterm Regenbogen

Von Frederike Oberheim

Samstag. Herbstanfang. Altes Klärwerk. DettenRockt. Und das schon zum 13. Mal. Die Zahl 13 ist eine Unglückszahl und unglücklich sah es zuerst auch für das Festival aus. Regen und Gewitter war angesagt und das den ganzen Tag lang, oder wie es die „Bande“ nannte: „sehr viel negativer Sonnenschein!“ Doch als dann um kurz nach 12 die Punkrock-Band Shoreline aus Münster den Anfang wagte, schien trotz aller Vorhersagen die Sonne vom Himmel und so sollte es auch den Rest des Tages bleiben.

Knapp 3.000 Menschen kamen so am Alten Klärwerk zusammen. Nicht nur aus Emsdetten, sondern aus ganz Deutschland, sowie aus der Partnerstadt Hengelo und den Nachbarländern reisten Freunde der Rock-Musik an, bauten ihre Lager auf der Wiese vor dem eigentlichen Gelände auf und feierten. Sie feierten zusammen, bunt und laut. Sie feierten „Gegen Rassismus. Gegen Diskriminierung.“ Sie feierten unter dem Regenbogen am blauen Himmel.

Viele der Bands, die bei DettenRockt auftreten, sind selbst seit Jahren Besucher. Die Emsdettener Punkrock-Band Hal Johnson, die aus Michel, Max, Dave und Felix besteht, hatten ihren ersten Auftritt vor zwei Jahren im Partyzelt auf DettenRockt. Da gab es die Band eigentlich noch gar nicht. Dieses Jahr standen sie dann das erste Mal offiziell auf der großen Bühne. Ihr Fazit: „Hat echt mega Bock gemacht! Wir haben uns schon seit Wochen drauf gefreut und jetzt war es noch geiler als erwartet!“

Snareset, das sind Christoph, Mitch, Flo und Felix, feiern auf dem DettenRockt dagegen schon ihren 10-jährigen Geburtstag. „Wir werden jetzt 10 und im Kopf sind wir alle auch erst 10!“ Die Grevener Band spielte vor vier Jahren das erste Mal auf einer Nebenbühne und 2014 dann als großer Act. Als Band äußern sie sich auch immer wieder zu politischen Themen, im Moment vor allem gegen die AfD. Sänger Christoph erklärt: „ Als Musiker kann man schlecht unpolitisch sein. Gerade mit Punkrock kann man so was wie die rechten Bewegungen gut verarbeiten.“ Die Shows sind für ihn dabei wie eine Achterbahnfahrt. „Das coolste ist das Leute dann zuhören und es abfeiern.“

Mit dem Abend beginnt dann der Ansturm auf die „Fressmeile“, die eine bunte Mischung mit veganem Döner, Pommes und thailändischen Essen bietet. Außerdem beginnt das musikalische Grande Finale mit den vier letzten Bands: Alex Mofa Gang, Waving the Guns, Rogers und Moscow Death Brigade. Vor der Bühne wird es noch einmal so richtig voll. Rogers, eine Punkrock-Band aus Düsseldorf, mussten kurzfristig für Wolf Down einspringen und spielen damit jetzt zum zweiten Mal auf dem DettenRockt. Wieder sind sie begeistert von der Stimmung und dem Publikum. „ Das gibt’s nicht so oft!“

So geht der Festivaltag langsam zu Ende. Die Besucher sind wie in jedem Jahr begeistert und auch für das Organisationsteam war der Tag ein voller Erfolg. Das letzte Bier wird ausgeschenkt. Die letzten Töne erklingen von der Bühne. Und im Hintergrund steigen die Raketen in den Nachthimmel. Danke, DettenRockt, und bis zum nächsten Jahr.

Die Seite des Veranstalters DettenRockt

DettenRockt 2016

 

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